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No. 7 – Sommerfeeling mit Kräutern Teil 1

Mein Garten versprüht bereits schon jetzt im Mai mediterranes Flair. An der schützenden Hauswand blüht der Rosmarin, im Halbschatten der Veranda ein alter Salbeistock und die neu zugekauften Zitronenbäumchen gedeihen prächtig. In den Töpfen auf der Terrasse pflanze ich nach den Eisheiligen das wärmeliebende Basilikum und Rucola. Letzterer hat sich vor zwei Jahren selber ausgesät und damit eine beachtliche Familie begründet. Er würzt, wie die anderen Küchenkräuter viele meiner Sommergerichte. Spaghetti, frische Tomaten und etwas geschnittene Kräuter, fertig ist der schnelle Schmaus. Einerseits halten Kräuter uns gesund, andererseits bringen sie Würze in unser Leben, respektive in unsere Speisen. Oft schafften sie beides. Diese Vorzüge überzeugen mich immer wieder. Küchenkräuter sind gern gesehene Gäste in Hobbygärten und auf Balkonen. Um sie zu halten, braucht es weder Platz noch Zauberei, denn sie gedeihen meist prächtig und sind sehr anspruchslos, und damit gerade für Gartenneulinge hervorragend geeignet.

Eines meiner Lieblingskräuter ist der Zitronenthymian. Er steht in einem Topf gleich vor der Küche, damit wir beim Kochen stets auf seine Blättchen Zugriff haben. Er macht selbst einen einfachen Blattsalat zum Festessen und er birgt den Esprit des Südens. Gut, dass der Sommer immer näher rückt.

Einige Punkte die man im Anbau von Küchenkräutern unbedingt beachten sollte.

Bietet man Küchenkräutern einen passenden Standort, sind sie erstaunlich genügsam. Einzig Sorten, die in Töpfen gehalten werden, gilt es regelmässig zu wässern. Das aber mit Augenmass, denn Kräuter vertragen Staunässe schlecht. Sie gedeihen in der Natur ja oft auf sehr kargen Böden, sei es am Mittelmeer auf sandigen Böden, oder bei uns oft an Bahndämmen und auf Magerwiesen.

Auch Dünger brauchen die Pflanzen wenig, die meisten sind Schwachzehrer. Ein Übermass an Nährstoffen macht sie krank und oft auch fade. Werden Kräuter zu stark gedüngt, bilden sie meist weniger Aromastoffe aus.

Wie erwähnt, stammen viele Küchenkräuter aus dem Mittelmeerraum und bevorzugen damit Südlagen und durchlässige Böden. An der prallen Sonne bilden Rosmarin, Thymian, Oregano, Majoran, Bohnenkraut, Fenchel, Dill, Estragon, Lavendel und Kamille mehr aromatische Stoffe aus als im Schatten. Entsprechende Kräuter erkennt man an ihren schmalen Blättern, diese begrenzen die Wasserverdunstung. Kräuter mit grossen, weichen Blättern hingegen wachsen meist lieber im Halbschatten. Für Kräuter in Töpfen bietet sich folgender Tipp an: Drehen Sie Töpfe und Schalen einmal wöchentlich um die Achse, damit die Pflanzen gleichmässig wachsen.

Kräuter lassen sich nahezu überall halten und sind ideale «Lückenfüller», egal ob in Töpfen oder in den Beeten. Manche Kräuter sind derart schön, dass sie selbst in Blumengemeinschaften überzeugen. Ich denke dabei an die Kapuzinerkresse, deren Blätter und Blüten an Salaten wunderbar schmecken. Oder an Duftnesseln (Agastache-Sorten), die von Juni bis Oktober blühen und deren Blüten und Blätter je nach Sorte nach Zitrone, Minze, Anis oder Fenchel duften und damit Salate oder Aufgüsse aromatisieren. 

Ansäen kann man alle Kräuter selbst, wenn man warten mag. Für alle, die an eine schnelle Ernte denken, empfiehlt es sich auf dem Wochenmarkt oder im Garten-Center Setzlinge zu kaufen.

Wichtig ist es die jungen Pflänzchen bis Mitte Mai an einem hellen, warmen Ort vor Nachtfrösten zu schützen. Die meisten Kräuter wie etwa Dill, Fenchel, Bohnenkraut, Kamille, Kapuzinerkresse und Majoran säe ich nach den Eisheiligen direkt ins Beet.

Mit den besten Wünschen aus dem Kräuterhaus Appenzell

Remo Vetter

Auf Fragen, Anregungen und den Austausch mit Ihnen freuen wir uns sehr. Sie erreichen uns unter mail@kraeuterhaus-appenzell.ch

Der nächste Blogeintrag erscheint am Freitag 21. Mai 2021.

Remo Vetter

Über den Autor

Remo Vetter

Remo Vetter, 1956 in Basel geboren, langjähriger Geschäftsführer eines international tätigen Naturheilmittelherstellers und mehrfacher Buchautor «The Lazy Gardener». Als Gartengestalter realisierte er zahlreiche Gartenprojekte in der Schweiz, in England und Irland. Langjährige Vortrags- und Seminartätigkeit im In- und Ausland über Nachhaltigkeit, Naturzusammenhänge, Entschleunigung und Sinnfindung. Zahlreiche Auftritte in Radio, Fernsehen und Printmedien im In- und Ausland. Lebt seit 40 Jahren in Teufen AR.

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