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No. 4 – Entspannt gärtnern

Ein altes chinesisches Sprichwort sagt: „Willst Du einen Tag lang glücklich sein, betrinke dich. Willst Du eine Woche lang glücklich sein, schlachte ein Schwein. Willst Du ein Jahr lang glücklich sein, heirate. Willst Du aber ein Leben lang glücklich sein, werde Gärtner.“ In dieser Aussage steckt eine gehörige Portion Wahrheit. Denn tatsächlich macht Gärtnern gesund – und zufrieden. Glücksforscher nennen es „Flow“: Ein Gefühl der völligen Konzentration, das alles andere um einen herum in den Hintergrund treten lässt. Kinder erleben dieses Gefühl regelmäßig beim Spielen. Warum das Hantieren in der Natur „Flow“ fördert? Experten wissen: Wer regelmäßig gärtnert, trainiert die Fähigkeit, in einem Tätigkeitsrausch zu versinken; man tut etwas Nützliches, lebt im Einklang mit der Umwelt, bewegt sich und kann sich auch über die kleinen Dinge des Lebens, wie eine aufblühende Pflanze freuen.

Die Bewegung an der frischen Luft, das Hacken, Graben, Pflanzen und Ernten tut gut und ist Balsam für die Seele. Ich behaupte sogar, dass nichts so entspannend und heilsam ist, wie ein Tag im Garten. Vorausgesetzt man überfordert sich nicht, indem man zum Beispiel den Garten viel zu gross anlegt, oder sich jeweils zu viel vornimmt. Ich versuche hier immer mit einer gewissen Gelassenheit ans Werk zu gehen.

Als bekennender Kräuterfan geht im April so richtig die Post ab. Auf der Fensterbank und im Treibbeet wird gesät, pikiert und gepflanzt, was das Zeug hält. Aber es gilt auch aufzupassen, denn für wärmeliebende Pflanzen wie zum Beispiel Verveine und Basilikum empfiehlt es sich die Eisheiligen und somit bis Mitte Mai abzuwarten, bevor die frostempfindlichen Pflanzen an ihren definitiven Standort ausgebracht werden können.

Das Kräuterhaus Appenzell Team ist in diesen Tagen gefordert. Die Natur und die Pflanzen explodieren förmlich unter der Frühlingssonne und vieles auf den Feldern sollte jetzt gleichzeitig erledigt werden.

Der erste Blick auf den Rundgängen im Frühling gilt in erster Linie den mehrjährigen Pflanzen. Nach den frostigen Wintermonaten stellt sich immer die Frage: Haben sie die Kälte schadlos überstanden, oder sind die Pflanzen dem Frost zum Opfer gefallen? Abgestorbene und verwucherte Triebe der älteren Pflanzen müssen weggeschnitten und die Pflanzen mit einem leichten Formschnitt zum Wachstum angeregt werden. Einige Sorten werden ausgegraben, eine Wurzelteilung gemacht um anschliessend eine Neupflanzung in Kombination mit einer guten Kompostgabe zu tätigen.

Mit Kompost und Kräuterauszügen wird gedüngt, um schöne und kräftige Pflanzen zu erhalten.

Um Mangelerscheinungen vorzubeugen und die Pflanzen zu stärken geben wir Ihnen Auszüge aus Brennnessel und Beinwell. Dazu setzen wir die Pflanzen im Verhältnis 1:10 an (1kg Pflanzen auf 10 Liter Wasser), lassen den Auszug 24 bis 48 Stunden ziehen und giessen damit unverdünnt. Diese Arbeitsweise hat sich bewährt, da die Pflanzen so nie in Gefahr laufen, überhaupt zu kränkeln.

Auf den umliegenden Wiesen in der freien Natur und im Wald gibt es bereits einiges zu ernten.

Schlüsselblumen, zartduftende Veilchen, Gänseblümchen, Brennnesseln, Löwenzahn, Huflattich, Sauerampfer, Bärlauch und Waldmeister sind nur einige Pflanzen, an denen wir meist achtlos vorübergehen, die uns aber zu fantasievollen und köstlichen Gerichten inspirieren können.

Haben Sie schon einmal einen Huflattich- oder Holunderblütensirup, Waldmeisterbowle, Löwenzahnwein, Tannenspitzenhonig, Kräuterpaste, Kräuteressig, Kräuter- oder Blütenöl gemacht?

Wir zeigen Ihnen bei uns im Kräuterhaus wie es geht!

Osterzeit – Glück und neues Leben.

Die Natur ist voller Ideen, beflügelt die Phantasie, spornt zu Kreativität an und lässt Traditionen wieder aufleben. Was in dieser Zeit gedeiht und spriesst soll verwendet werden.

Mein Vorschlag für das Osteressen:

Vorspeise:

Wiesensalat mit Löwenzahn, Spitzwegerich, Sauerampfer, Rucola, Kresse und Walnüssen mit Veilchenessig und Kräuteröl verfeinert

Zwischengang:

Wildkräutersuppe

Hauptgang:

Gitzi, oder Lammkeule mit Knoblauch und Rosmarinzweigen gespickt und einer Kräutermarinade umgeben, Pastinaken-Kartoffelstock und Honig-Karotten

Dessert

Sahne-Sauerampfer-Tarte

Mit den besten Wünschen aus dem Appenzeller Kräuterhaus

Remo Vetter

Auf Fragen, Anregungen und den Austausch mit Ihnen freuen wir uns sehr. Sie erreichen uns unter mail@kraeuterhaus-appenzell.ch oder in der Kommentarspalte

Der nächste Blogeintrag «Gärtnern mit der Natur, Kräuter für den Balkon» erscheint am Freitag 16. April 2021.

Remo Vetter

Über den Autor

Remo Vetter

Remo Vetter, 1956 in Basel geboren, langjähriger Geschäftsführer eines international tätigen Naturheilmittelherstellers und mehrfacher Buchautor «The Lazy Gardener». Als Gartengestalter realisierte er zahlreiche Gartenprojekte in der Schweiz, in England und Irland. Langjährige Vortrags- und Seminartätigkeit im In- und Ausland über Nachhaltigkeit, Naturzusammenhänge, Entschleunigung und Sinnfindung. Zahlreiche Auftritte in Radio, Fernsehen und Printmedien im In- und Ausland. Lebt seit 40 Jahren in Teufen AR.
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